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Malignes Lymphom
Lymphdrüsenkrebs Symptome

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
Lage der Lymphknoten im menschlichen Körper

Lage der Lymphknoten im menschlichen Körper (Foto: Alila Medical Media | Shutterstock)

Mit welchen Symptomen sich Lymphdrüsenkrebs äußert, was zu tun ist, wenn sie auftreten und was man dabei unbedingt beachten sollte.

ICD-10: C81 – C85 maligne Lymphome

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Internist

Lesezeit: 3 Minuten

Lymphdrüsenkrebs Symptome

Die typischen Anzeichen des malignen Lymphoms
geschwollene Lymphknoten
Fieber
Nachtschweiß
ungewollter Gewichtsverlust
Appetitverlust
chronische Müdigkeit
Abgeschlagenheit
verminderte körperliche Leistungsfähigkeit
Schmerzen der Lymphknoten (vor allem nach Alkoholgenuss)
Schwäche
Juckreiz am ganzen Körper
Bauchschwellung
erhöhte Infektanfälligkeit
Halsschmerzen
Gliederschmerzen
Kopfschmerzen
Grippe-Symptome
chronischer Husten

Was tun?

Lymphknoten - schematischer Aufbau

Lymphknoten – schematischer Aufbau (Abb. Alila Medical Media | Shutterstock)

Wenn Sie den Verdacht haben, unter Lymphdrüsenkrebs zu leiden, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Erste Anlaufstelle ist i.d.R. der Hausarzt oder Allgemeinmediziner, der ggf. an Spezialisten weiterverweisen kann. Eine Diagnose der Erkrankung in einem frühen Stadium verbessert ganz entscheidend die Heilungschancen. Patienten mit verdächtigen Symptomen sollten also nicht „erstmal abwarten“, sondern zügig ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Bei der Behandlung von Lymphdrüsenkrebs kommt der klassische Dreiklang aus Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie zum Einsatz. Bei bestimmten Tumorarten wird inzwischen auch die Antikörpertherapie eingesetzt. Auch eine Knochenmarktransplantation ist eine Behandlungsoption für bestimmte Lymphome.

Die Prognose hängt entscheidend von Stadium der Erkrankung, dem Allgemeinzustand des Patienten und der konkreten Tumorart ab. Allgemeine Aussagen lassen sich dazu nicht treffen. Einige Lymphome wachsen auch so langsam, dass man sie zunächst einfach nur beobachtet. Insgesamt verstirbt rund ein Drittel der Lymphdrüsenkrebs-Patienten innerhalb von fünf Jahren. Wobei sich diese Rate durch verbesserte Behandlungsmethoden positiv entwickelt. Bei einer speziellen Form des Lymphdrüsenkrebs (Morbus Hodgkin) sind die Heilungschancen besser und liegen im Bereich von 90 bis 95 Prozent.

Was ist Lymphdrüsenkrebs?

Geschwollene Lymphknoten sind nur eines der möglichen Symptome von Lymphdrüsenkrebs

Geschwollene Lymphknoten sind nur eines der möglichen Symptome von Lymphdrüsenkrebs (Foto: Alexander Raths | Shutterstock)

Als Lymphdrüsenkrebs (medizinisch: malignes Lymphom) werden bösartige Tumorerkrankungen des Lymphsystems bezeichnet. Mit rund 15.000 Neuerkrankungen pro Jahr gehört der Lymphdrüsenkrebs in Deutschland zu den zehn häufigsten Krebserkrankungen.

Lymphdrüsenkrebs ist eine typische Alterserkrankung. Das Durchschnittsalter der Patienten liegt bei Diagnosestellung zwischen 67 und 70 Jahren. Als Risikofaktoren gelten Schwächungen des Immunsystems (u.a. auch durch AIDS/HIV) und chronische Viruserkrankungen (wie Hepatitis B und Hepatitis C sowie das Epstein-Barr-Virus).


Medizinjournalist


Sebastian () arbeitet seit Jahren für medizinische Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in BOINC-Projekten zur Krebsforschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.

Patientenerfahrungen

Haben Sie den Verdacht, dass Sie unter Lymphdrüsenkrebs leiden?

Warum? Welche Symptome können sie an sich beobachten? Waren Sie schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Werden Sie bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Haben Sie Tipps oder Ratschläge für andere Lymphom-Patienten? Wissen Sie etwas über Lymphdrüsenkrebs, das hier fehlt?

Schreiben sie uns Ihre Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Sie helfen damit auch anderen Betroffenen.

Kommentare:
  • Sally

    Liebes Team,

    Ich habe seit einigen Wochen einen circa 2 cm großen lymphknoten am Hals entdeckt. Dieser ist zwar nicht mit freiem Auge sichtbar, aber tastbar. Er schmerzt nicht. ich hatte auch ständig Infekte im letzten halben Jahres (habe aber auch sehr viel gearbeitet). Habe ab und zu erhöhte Temperatur (um die 37,3 Grad). Ein ct der Nasennebenhöhlen wurde vor 3 Monaten gemacht, ohne Befund.

    Ist es möglich dass ich an Lymphdrüsen Krebs leide?

    Soll ich mich an einen Internisten wenden?

    Lg

  • Sebastian

    Wenn Lymphknotenschwellungen über mehrere Wochen nicht zurückgehen, solltest Du das auf jeden Fall mit einem Arzt besprechen. Der Hausarzt ist eine gute Anlaufstelle dafür.

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