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Anzeichen und Bilder

Scharlach Symptome

Scharlach Bilder

Scharlach Symptome

Die typischen Anzeichen einer Scharlach-Infektion
Zunge zunächst weiß belegt, dann himbeerrot
Ausschlag (hellrot, stecknadelkopf-groß, leicht erhaben, rau)
entzündeter Hals und Rachen
geschwollene Halslymphknoten
Fieber
Husten
Herzrasen
Halsschmerzen
Schluckbeschwerden
Mundgeruch
geschwollene Mandeln
Blässe, vor allem um den Mund herum
Erbrechen
Schüttelfrost
Kopfschmerzen
Schnupfen
Ohrenschmerzen
Appetitverlust
Kinder verweigert Essen und Trinken
Übelkeit
Gliederschmerzen

In diesem Artikel: Welche Symptome und Anzeichen typisch sind, wie Scharlach aussieht (Bilder), wie lang die Inkubationszeit ist, wie Scharlach diagnostiziert wird.

ICD-10: A38 Scharlach

Ärztliche Anlaufstellen: Kinderarzt, Hausarzt, Allgemeinmediziner

Synonyme: Scharlach, Scarlatina, Scarlet fever
Kategorie: Infektionskrankheiten
Erreger: Bakterium (Streptococcus Pyogenes)
Einordnung: Kinderkrankheiten
Verbreitung: vor allem Kindergarten- und Schulkinder

Lesezeit: 5 Minuten

Bereits kurz nach der Ansteckung können erste unspezifische Symptome wie Fieber, Halsschmerzen, Schüttelfrost, Schluckbeschwerden oder Erbrechen auftreten.

Meist werden die ersten Symptome mit Schwellungen der Schleimhäute, Mandeln oder Rachen begleitet. Zudem kann die Zunge mit weißen Eiterpunkten belegt sein und ein dadurch entstehender Mundgeruch auftreten. Der typische weiße Belag der Zunge verschwindet meist schnell wieder und wird abgelöst durch eine rote glänzende Zunge, die als Himbeer- oder Erdbeerzunge bezeichnet wird. Zudem können bei Scharlach Erkrankungen die typischen Grippe-Symptome und Ohrenentzündungen auftreten.

Nach den ersten Anzeichen des Scharlach, treten bereits nach zwei bis drei Tagen typische Ausschläge auf. Diese Hautreizungen entstehen durch die Toxine des Scharlach Erregers und verbreiten sich schnell im Körper und auf der Haut. Der Ausschlag betrifft vor allem den Achsel- und Leistenbereich. Die kleinen roten Flecken oder Punkte können sich aber auch über den ganzen Körper ausbreiten. Meist bleiben jedoch der Mund und die Kinn-Region verschont. Die Gesichtspartie wirkt meist blass und weiß und wird daher als „Milchbart“ bezeichnet. Meist verschwindet der Ausschlag nach kurzer Zeit wieder und hinterlässt eine gereizte Haut.

Im weiteren Verlauf können ein bis zwei Wochen später Schuppungen der Haut auftreten. Die Haut der Finger und Zehen oder die gesamten Hand- und Fußflächen können betroffen sein.

Scharlach Symptome im Kindesalter

Kinderkrankheiten: Typischer Ausschlag bei Scharlach, Windpocken, Röteln und Masern

Kinderkrankheiten: Typischer Ausschlag bei Scharlach, Windpocken, Röteln und Masern
(Abb.: Tkachenko Olha | Shutterstock)

Starkes Fieber mit oder ohne Schüttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und eine belegte Zunge sind erste Anzeichen für eine Scharlacherkrankung. Später verfärbt sich die Zunge himbeerrot. Auch Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Herzrasen sowie Erbrechen zählen zu den Symptomen. Am zweiten beziehungsweise dritten Tag der Erkrankung sind Hautausschläge, beispielsweise im Bereich der Achselhöhlen und der Leiste, möglich. Diese treten aber nicht in allen Fällen auf.

Während Kopf- und Gliederschmerzen sowie hohes Fieber auch auf einen grippalen Infekt oder eine Erkältungskrankheit hinweisen können, zeigt spätestens die rote Zunge eine Scharlacherkrankung an. Diese Krankheit ist aber durch einen vom Kinder- oder Hausarzt durchzuführenden Speicheltest schon wesentlich früher nachweisbar. Eine Blässe im Mund-Nasen-Bereich deutet ebenfalls auf eine Scharlachinfektion hin.

Erkrankung im Erwachsenenalter

Auch im Erwachsenenalter ist eine Infektion mit Scharlach möglich. Diese kommt zwar sehr selten vor, geht aber mit den gleichen Symptomen wie bei Kindern einher. Sollten Sie also unter gleichzeitig hohem Fieber und eventuell Schüttelfrost, starken Schluckbeschwerden, einer erst einmal weiß belegten Zunge, Herzrasen und Gliederschmerzen leiden, ist ein Gang zum Hausarzt anzuraten. Vor allem dann, wenn auch Ihre Kinder kurz zuvor unter einer Scharlach-Erkrankung litten. Auch wenn nur einige der hier erwähnten Symptome auftreten, sollte ein Scharlachtest durchgeführt werden.

Häufigkeit und Verbreitung

Scharlach gehört mit 40.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland zu den häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. Der Schwerpunkt der Neuerkrankungen liegt in den Wintermonaten. Man geht davon aus, dass in den Wintermonaten 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung Keimträger (Streptokokken A) sind, aber keine Symptome zeigen. Die symptomlos Infizierten sind jedoch infektiös – können also andere Menschen anstecken.

Inkubationszeit

Scharlach hat eine kurze Inkubationszeit von 2 bis 7 Tagen. Als Inkubationszeit wird der Zeitraum zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome bezeichnet. Sie gilt als besonders tückisch, da der Infizierte in diesem Zeitraum unbemerkt andere Menschen infizieren kann.

Diagnose

Die Diagnose wird i.d.R. direkt nach Inaugenscheinnahme und einer körperlichen Untersuchung des Patienten auf Basis der typischen Symptomatik gestellt. Der Arzt wird i.d.R. den Mund- und Rachenraum untersuchen und die Kieferlymphknoten auf Schwellungen abtasten. Ein eventuell bereits vorhandener Ausschlag wird ebenfalls inspiziert.

Es sind auch Antikörper-Tests verfügbar. Soll ein bestimmtes Antibiotikum verwendet werden, weil etwas eine Penicillin-Allergie besteht, kann der Keim angezüchtet und identifiziert werden.

Differentialdiagnosen

Es gibt einige Krankheiten mit einem ähnlichen Beschwerdebild, die insbesondere von Laien mit dem Scharlach verwechselt werden können:

Das typische Beschwerdebild im Hals und auf den Mandeln kann auch durch eine virale Infektion – bspw. mit Erkältungsviren ausgelöst werden. Viren als Auslöser von Rachen- und Mandelentzündungen sind sogar wesentlich häufiger. Nur etwa 10-20 Prozent der Halsentzündungen gehen auf Streptokokken zurück.

Patientenerfahrungen und Ergänzungen

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Bist Du oder Dein Kind an Scharlach erkrankt? Schreib uns Deine Geschichte! Wir sind neugierig auf Deine Erfahrungen und Learnings. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

Du weißt etwas über Scharlach, das hier fehlt und unbedingt ergänzt werden sollte? Dann ab damit in den Kommentare! Die findest Du direkt unter diesem Artikel. Das Schreiben und Lesen funktioniert auch ganz ohne lästige Anmeldung.

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