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Der normale Puls des Menschen

Welcher Puls ist normal?

Puls - der Herzschlag im EKG

In diesem Artikel: Was man unbedingt über den normalen Puls wissen muss: Welche Normalwerte für welches Alter gelten, was den Puls beeinflusst und wie man Maximalpuls und optimalen Trainingspuls berechnet.

Lesezeit: 6 Minuten

Ein gesunder Mensch hat im Ruhezustand einen normalen Puls von durchschnittlich 50 bis 100 Schlägen in der Minute. Bei einem Erwachsenen sind 70 Schläge ideal, bei Säuglingen 130, Kinder kommen auf Werte um 100 und bei älteren Menschen liegt der Normalwert bei 80. Trainierte Ausdauersportler haben meist ein vergrößertes Herz und ein erhöhtes Lungenvolumen. Daher vermindert sich der Puls auf 32 bis 45 Schläge.

Der normale Ruhepuls

Alter / Personengruppenormaler Ruhepuls
Baby / Neugeborenes140
Kleinkind (2 Jahre)120
Kind (4 Jahre)100
Kind (10 Jahre)90
Jugendlicher (14 Jahre)85
Erwachsenene Frau60-75
Erwachsener Mann65-80
Senioren80-85
Sportler40-60
Bradykardie (Langsamherzigkeit)< 60
Tachykardie (Herzrasen)> 100

Der normale Puls: Das sagt er aus

Der Puls gibt Aufschluss über die Häufigkeit des Herzschlages, über die Regelmäßigkeit der Herztätigkeit und über das Füllvolumen der Gefäße. Man unterscheidet nach der Fortleitung der Herztätigkeit in den Gefäßen zwischen dem retrograden, schwachen Venenpuls, welcher auch von Faktoren wie Atmung oder Körperlage abhängig ist und dem anterograden arteriellen Puls, dem die Medizin mehr Augenmerk schenkt und der auch für jeden messbar ist.

So misst man den Puls

Welcher Puls normal ist, hängt u.a. vom Lebensalter ab

Welcher Puls normal ist, hängt u.a. vom Lebensalter ab (Foto: closeupimages | Shutterstock)

Günstig ist es, den Puls mit drei Fingern zu messen, um den gesamten Impuls zu erfassen. Der Daumen ist dabei zu vermeiden, da dieser selbst Pulsschlag aufweist und das zu Verwechslungen führen kann. Pulsmessungen führt man am daumenseitigen Handgelenk, der Arteria radialis, an der Halsschlagader, der Kniekehle oder an den Schläfen durch. In Notfällen, zum Beispiel bei Bewußtlosigkeit, ist es ratsam, den Puls am Hals zu messen, da sich dort auch noch sehr schwache Schläge registrieren lassen. Weiter unterscheidet man zwischen regelmäßigem und unregelmäßigem, schnellen und langsamen und harten und weichen Puls.

Diese Faktoren erhöhen den Puls

  • Infektionen, Erkältung
  • Fieber
  • Stress, Aufregung, Nervosität
  • Kaffee, koffeinhaltige Getränke, Tee
  • niedriger Blutdruck
  • körperliche Belastung
  • Rauchen (Nikotin)
  • Lachen

Erhöhter Puls bei verschiedenen Krankheiten

Es gibt Erkrankungen, die den menschlichen Herzschlag beschleunigen:

Auch als Nebenwirkung eines Alkoholentzugs kann ein beschleunigter Puls auftreten.

Niedriger Puls bei bestimmten Krankheiten

Bei einigen Krankheiten ist der Puls verlangsamt:

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Blutdruck & Puls

Auffälligkeiten im EKG

Auffälligkeiten im EKG (Abb.: MSSA | Shutterstock)

Blutdruck und Puls sind Indikatoren für die Funktion von Herz und Kreislauf. Zum Beispiel kann ein hoher Puls bei niedrigem Blutdruck ein Hinweis auf einen Mangel an Flüssigkeit oder Nährstoffen sein. Der Körper versucht durch eine erhöhte Herzfrequenz das Defizit an Sauerstoff und Nährstoffen auszugleichen.

Maximalpuls

Der Maximalpuls ist die Herzfrequenz, die ein Mensch bei maximaler körperlicher Belastung erreicht. Sie hängt von verschiedenen individuellen Faktoren – wie dem Alter, dem Gesundheitszustand, der Genetik, dem Geschlecht – ab.

Deshalb kann die gern genutzte Faustformel auch nur ein grober Anhaltspunkt für die ungefähre Höhe des Maximalpulses bei gesunden Menschen sein.

Faustformel:

220 – Lebensalter

Diese Formel führt zur einer Überschätzung des Maximalpulses junger Menschen und zu einer Unterschätzung bei alten Menschen. Eine bessere Berücksichtigung der Korrelation zwischen Alter und Maximalpuls erhält man mit der Formel:

208 – 0,7 mal Lebensalter

Aber auch diese Formel liefert nur einen groben Schätzwert, weil sie die individuellen Faktoren nicht berücksichtigt. Es existieren auch Formeln, die einzelne Faktoren – wie das Körpergewicht – in die Berechnung mit einbeziehen. Zu einer deutliche Erhöhung der Genauigkeit trägt das aber nicht bei.

Der individuelle Maximalpuls lässt sich durch eine ergometrische Untersuchung beim Arzt bestimmen. Diese ist in vielen Praxen Teil der Vorsorgeroutine.

Trainingspuls

trainingspuls

Der optimale Trainingspuls sorgt für aerobe Verhältnisse (Foto: Syda Productions | Shutterstock)

Auch für den optimalen Trainungspuls gibt es eine Faustformel, die für gesunde Menschen einen groben Anhaltspunkt bietet:

Trainingspuls = 180 minus Lebensalter

Wer es komplexer mag, hält sich an die Formel des Institut für Prävention und Nachsorge in Köln:

Trainingspuls = Ruhepuls + (220 – ¾ x Alter – Ruhepuls) x Faktor Fitness Level

Für das Fitness Level setzen Sie einen Wert zwischen 0,50 und 0,70 (0,50 für keine Ausdauer, 0,60 für mittelmäßige Ausdauer und 0,70 für sehr gute Ausdauer) ein. Der Ruhepuls wird am Handgelenk direkt nach dem Aufwachen gemessen.

Fettverbrennung – Der optimal Puls

Wer durch Sport abnehmen will, fährt gut, wenn er den Puls im aeroben Bereich hält. Dazu ermittelt man zunächst den Maximalpuls (ggf. mit oben stehender Faustformel). Bei rund 60-80 Prozent des Maximalpulses liegt der aerobe Bereich. Dieser ist für eine längere Belastung geeignet. Oberhalb dieser Schwelle werden vermehrt Laktat und Stresshormone in den Blutkreislauf eingebracht, was der Belastung Grenzen setzt. Im anaeroben Bereich ist quasi keine Dauerbelastung möglich, die für einen nachhaltigen Fettabbau aber erforderlich ist. (► Details zu Fettabbau/Puls)

Tiere und Puls – Die Herzfrequenz von Haustieren

TierHerzfrequenz (Puls)
Hamster350 - 500
Hund60 - 180
Kaninchen 200-300
Maus450 - 550
Meerschweinchen200 - 310
Pferd30 - 45
Ratte250 - 450
Katze100 - 140
Wellensittich300 - 600

Fragen zum Puls

Normalpuls

Der Normalpuls hängt von verschiedenen Faktoren ab (Abb.: Vectomart | Shutterstock)

Kann der Puls auch zu niedrig sein?

Ja, ein sehr niedriger Puls sollte medizinisch abgeklärt werden. Bei Werten von 40 Schlägen pro Minute oder darunter spricht man von einer Bradykardie – also einem zu langsamen Herzschlag. Ein zu niedriger Puls lässt sich in vielen Fällen mit einem Herzschrittmacher erfolgreich therapieren. Gerade bei Werten unter 30 Schlägen pro Minute drohen Ohnmachtsanfälle. Neben Medikamenten-Nebenwirkungen kommen auch organische Ursachen in Betracht – bspw. eine Störung der Erregungsbildung oder Erregungsleitung (AV-Block).

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Misst Du Deinen Puls regelmäßig?

Wann? Einfach so oder beim Sport? Trägst Du beim Sport eine Pulsuhr? Bist Du damit zufrieden? Wie hoch ist Dein Ruhepuls und wie alt bist Du?

Wir freuen uns auf Deine Ergänzungen, Erfahrungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Lesern!

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Kommentare:
Diskutieren, Fragen & Erfahrungsaustausch:
Zu diesem Beitrag gibt es schon 80 Kommentare. Diskutiere mit!
  • 🕝 Julia

    Ich bin 17 (in 3 Monaten 18) Jahre alt. Irgendwann im März war ich nach einer Party betrunken und hatte daraufhin sehr arges Herzrasen und konnte nicht schlafen. Ich habe danach natürlich auch noch Alkohol getrunken und hatte es dann nicht. Im Sommer war ich dann mit zwei Freunden unterwegs und hatte wieder nach Alkohol Herzrasen.

    Ich war dann auch beim Arzt, der aber gesagt hat, dass alles normal ausschaut. Ein Blutbild wurde allerdings nicht gemacht. Jetzt habe ich inzwischen seit 3 Wochen entzündete Mandel und leichte Angina ohne Fieber (inzwischen schwillt sie endlich ab und es wird langsam besser), aber heute habe ich den ganzen Tag einen sehr hohen Puls, Am Vormittag war er 105, dann nur 70 und nun wieder 94.

    Sport mache ich eigentlich seht wenig. Und auch Alkohol trinke ich weniger da ich echt angst habe wieder Herzrasen zu bekommen, da das bei mir dazu führt, dass ich nicht schlafen kann.

    Könnte mir jemand etwas empfehlen durch das das vielleicht besser wird? Etwas Homöopathisches vielleicht? Eine spezielle Atemtechnik oder irgendeinen Rat wie ich weiter vorgehen soll? Bin langsam echt verzweifelt.

  • 🕝 Tom

    Während eines Infekts bzw. in der Abheilungsphase haben viele Menschen einen leicht erhöhten Puls. Sollte der hoch bleiben, würde ich allerdings nochmal bei Hausarzt vorbeischauen und ggf. um eine Überweisung zum Kardiologen bitten.

    Mit Homöopathie kenne ich mich nicht aus. Davon halte ich auch nichts.

    Aber informiere Dich mal im Netz über „progressive Muskelentspannung“ – das hilft i.d.R. echt gut, um runterzukommen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Progressive_Muskelentspannung

  • 🕝 Anja

    Ich bin weiblich, 27 Jahre alt, rauche nicht und trinke auch keinen Alkohol. Mache zuhause Sport, also Körpergewichtsübungen, Seilspringen. Ich habe Afibrinogenämie, Hashimoto, eine Zyste im Hirn, Knochenschmerzen und am schlimmsten ist die Müdigkeit mit einer starken Benommenheit. Ich bin manchmal wie weg nicht richtig da und schaffe es nicht wach zu bleiben.

    Mein Freund hat schon oft versucht, in meinen sehr starken Schlafphasen mich zu wecken, was jedoch nicht funktioniert.

    Ich bin 1,70 und ca. 80 Kilo (purzelt nur langsam durch Hashimoto)

    Nun zu meinem Puls: während des Sports habe ich einen Puls durchschnittlich von ca. 140- 150, bei sehr lang andauernder Anstrengung 180. Allerdings ist das erschreckende während meiner Schlafphasen oder bei ruhigem Sitzen. Dann habe ich einen Ruhepuls von 37. Ist das sehr bedenklich?

  • 🕝 Tom

    Wenn Dein Puls unter Dauerbelastung auf 180 steigt, ist das ein sicheres Zeichen, dass Du es übertreibst. Steigere die Belastung langsam von Woche zu Woche und sieh zu, dass Du im Bereich von 120-140 bleibst.

    Deinen niedrigen Ruhepuls solltest Du mal vom Arzt abklären lassen. Das muss nichts Krankhaftes sein. Lass es aber untersuchen und einen Herzfehler ausschließen. Herzkrankheiten kann man heute sehr gut therapieren. Aber nur vorher. Wenn Du erst irgendwo zusammenbrichst, sind die Chancen auf Rettung gering.

  • 🕝 M77K

    Ich habe zu DDR-Zeiten, bis zur Wende Leistungssport betrieben (Ringen). Als die Wende kam und dann das Jahr 1990, schlossen über Nacht viele Trainingszentren (TZ) und wir Jugendlichen und Kinder standen da und mussten ohne abzutrainieren,aufhören.

    Die Rechnung dafür bekam ich 1995, als mein Herz anfing zu stolpern und ich eine Tachykardie bekam. Für sehr viele Jahre hatte ich einen Ruhepuls zwischen 100-125. Mein Belastungspuls lag bei max. 130. Erst viel später fand ich einen Betablocker, der mir half und hilft.

    Ohne diesen werde ich nicht mehr gut leben können, mit ihm aber, habe ich einen Ruhepuls zwischen 70-90. Allerdings habe ich auch schon vergessen, den Betablocker zu nehmen und das bedeutet hohen Ruhepuls, den ich nun nicht mehr tolerieren kann.

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Foto: Puls - der Herzschlag im EKG (Abb.: udaix | Shutterstock)