Augengesundheit
Nachtblind im Winter? Oft steckt eine Sehschwäche dahinter

Oft steckt eine Sehschwäche hinter der vermeintlichen Nachtblindheit

Oft steckt eine Sehschwäche hinter der vermeintlichen Nachtblindheit (Foto: Elena Elisseeva | Shutterstock)

Wer Tag täglich mit dem PKW pendeln muss, fährt im Herbst und im Winter die meiste Zeit über im Dunkeln. Kommt dann noch Schneegestöber oder Regen hinzu, beklagen sich viele Autofahrer über eine mögliche Nachtblindheit. Das trübe Wetter macht sehr vielen zu schaffen und nicht selten verschwimmen Verkehrsschilder und andere Autos werden teilweise viel zu spät wahrgenommen.

Es ist erwiesen, dass das Fahren im Dunkeln die Augen besonders stark beansprucht und sich der Fahrer weit aus mehr konzentrieren muss, als bei Tageslicht. Doch ist es wirklich Nachtblindheit, die den meisten zu schaffen macht?

Nachtblindheit – Was steckt wirklich dahinter

Schnell ist das Wort Nachtblindheit in den Mund genommen. Jedoch scheinen viele Fahrer nicht zu wissen, dass es sich in den seltensten Fällen um eine tatsächliche Nachtblindheit handelt.

Wer darunter leidet ist in der Dunkelheit aufgeschmissen und hilflos. Denn diese Menschen haben nicht die Fähigkeit, ihre Augen an unterschiedliche Lichtverhältnisse anzupassen. Sie sind bei Dunkelheit daher nahezu vollständig blind. Eine solche Erkrankung der Augen ist in den meisten Fällen angeboren und vererbt. Sie tritt daher nicht nur im Winter oder im Herbst auf.

Am Tag 100 Prozent Sehkraft – Warum im Dunkeln dann schlecht sehen?

Die meisten Menschen, die bei trüben und dunklen Lichtverhältnissen das Gefühl haben, schlechter sehen zu können, haben schlichtweg eine Sehschwäche. Da sie bei guten Lichtverhältnissen keinerlei Einschränkungen verspüren und sonst alles sehr gut sehen können, glauben sie meist nicht daran, einen Sehfehler zu haben. Wer bei Tageslicht 100 Prozent Sehkraft hat, kann bei Dunkelheit bis zu 0,5 Dioptrien verlieren, wenn eine Sehschwäche vorliegt. Diese Differenz gilt es über eine Sehhilfe auszugleichen.

Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt

Eine mögliche Sehschwäche sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen. Oftmals lassen sich derart kleiner Fehler mit einer Brille oder Kontaktlinsen korrigieren. Eine Untersuchung beim Augenarzt kann klären, um welche Form der Sehschwäche es sich handelt. Zudem sollte eine regelmäßige Kontrolle der Augen als selbstverständlich angesehen werden. Wer bei Dunkelheit schlecht sieht, sollte in jedem Fall eine Überprüfung beim Facharzt in Betracht ziehen. Eine leider nicht seltene Augenkrankheit, der Graue Star, könnte sich auch dahinter verbergen. Erste Symptome eines Grauen Stars äußern sich ähnlich.

Letztendlich ist es eine Frage der Sicherheit für einen selber und für alle anderen Verkehrsteilnehmer auch. Nur wer gut und klar sehen kann, und das bei allen Lichtverhältnissen, ist ein verantwortungsvoller und sicherer Autofahrer.

Hast Du auch Sehprobleme in der Dunkelheit? Hast Du mit einem Augenarzt darüber gesprochen? Was hat der untersucht und empfohlen? Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Lesern.

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