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Studie

Brustkrebs: Mammographie Screening nutzlos

Mammographie Screening

Mammographie Screening (Foto: Tyler Olson | Shutterstock)

In diesem Artikel: Eine dänische Studie stellt den Nutzen des breit angelegten Mammographie-Screenings in Frage. Lohnt sich die Strahlendosis wirklich?

ICD-10: C50 Mammakarzinom

Lesezeit: 2 Minuten

Das breitangelegte Brustkrebs-Screening mittels Mammografie ist schon länger Dreh- und Angelpunkt einer kontroversen Diskussion unter Medizinern. Den Kosten und der Strahlenbelastung der Mammografie steht ein wager Nutzen gegenüber. Eine aktuelle dänische Studie kommt zum dem Ergebnis, dass ein Mammografie-Screening bei Frauen ab 55 keinen Effekt auf die Brustkrebs-Sterblichkeit zeige.

Dazu wurden die Daten des dänischen Mammografie-Programms seit Ende der 90er Jahre ausgewertet. Eine bereits 2005 durchgeführte Auswertung der Daten bezeichneten die Wissenschaftler als fehlerbehaftet.

Brustkrebs-Sterblichkeit sinkt auch ohne Screening

Zwar sei die Sterblichkeit durch Brustkrebs seit Einführung der Screenings gesunken. Dies treffe auf Patientinnen, die gescreent wurden aber ebenso zu wie auf die, die nicht mammografiert wurden. Die Forscher gehen davon aus, dass andere Faktoren – wie verbesserte Behandlungsmethoden und die Senkung der Risikofaktoren – für die sinkenden Todesraten verantwortlich sind.

Das dänische Datenmaterial gilt deswegen als besonders geeignet für solche Auswertungen, weil das Mammografie-Screening regional begrenzt in Kopenhagen und auf der Insel Fünen durchgeführt wurde. Auch zur aktuellen Studie gibt es widersprüchliches Echo aus Medizinerkreisen. Screening-Befürworter und -gegner lehnen die Studie ab bzw. begrüssen sie.

Zahlenspiel mit Vorsorge-Daten

Im Vorsorgebereich wird häufig mit Zahlenspielen gearbeitet, die für den Patienten schwer zu durchschauen ist. So spricht bspw. eine französische Studie davon, dass ein Screening das Sterblichkeitsrisiko bei Brustkrebs um rund 30% senkt. Dazu muss man aber wissen, dass in den üblichen Studienzeiträumen von 1000 Patienten vielleicht 3 oder 4 an Brustkrebs sterben. Die zitierten 30 Prozent entsprechen also gerade einer Patientin.

Dem vermeintlichen Vorteil der Risikosenkung steht immer einer unvermeidlichen Anzahl an Fehldiagnosen gegenüber, die die Patienten in aller Regel sehr belasten und teilweise zu unnötigen Operationen führen.

Patientenerfahrungen

Hast Du schon mal eine Mammografie machen lassen?

Wie hast Du die Untersuchung erlebt? Was war der Anlass? Wie war das Ergebnis? Würdest Du noch eine Mammografie machen?

Schreib uns Deine Meinung, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Lesern.

2 Kommentare 06.06.2019 Wichtige Hinweise
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Kommentare:
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Zu diesem Beitrag gibt es erst 2 Kommentare. Schreib uns Deine Meinung!
  • 🕝 martinelli

    hallo
    bei mir wurde kalk in der brust festgestellt, nun sind einige aerzte der Meinung
    operieren,und solche ja keine op….

    wie soll ich jetzt noch weiterkommen. leider will ja gewisse leute im auftrage
    der Chemie damit unnötig Geld verdienen,und auf kosten solcher Patienten.

    ich hoffe auf eine antwort. vielen dank

    mfg y.m

  • 🕝 Jan

    Hallo y.m,

    wenn Ärzte uneinig sind, ist das immer eine schwierige Situation. Ich bin kein Brustkrebs-Spezialist und kenne auch Deine konkrete Diagnose nicht.

    Aber ich würde 1.) einem Spezialisten, der die gleichen Indikationen immer wieder behandelt mehr vertrauen als einem Spezialisten.

    Und 2.) wird ein Chirurg immer eher zu einer Operation raten als bspw. ein Diagnostiker.

    Manche Krankenkassen haben ja eigene Expertengremien, an die man sich in solchen Fällen wenden kann. Hast Du diesbezüglich mal bei Deiner Kasse nachgefragt?

    Hast Du einen Spezialisten konsultiert, der selbst KEINE Operationsleistungen anbietet?

    Du schreibst in Deinem Beitrag einerseits von Operation, andererseits von Chemie. Das hat ja erstmal nicht so viel miteinander zu tun. Wenn eine Operation durchgeführt wird, wird man das entnommene Gewebe histologisch untersuchen und nur dann, wenn es entartet ist, zur Chemo greifen.

    Insofern würde ich nach den Risiken der Operation fragen. Alternativ musst Du das Risiko des typischen „Abwarten und Beoachtens“ kennen. Und dann abwägen.

    Ich bin der Typ der sagen würde: Raus damit, auf Nummer sicher gehen. Aber das gilt nur für mich persönlich.

    Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, egal wofür Du Dich entscheidest.

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