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Statistik

Studie: Mehr Herzinfarkte an Weihnachten

Mehr Herzinfarkte an Weihnachten

Mehr Herzinfarkte an Weihnachten (Foto: Jacob Wackerhausen | iStock | Thinkstock)

In diesem Artikel: Wenn das Fest der Liebe aufs Herz schlägt – eine Studie der Krankenkasse DAK sieht mehr Herzinfarkte an Weihnachten.

ICD-10: I21, I22 Herzinfarkt, Myokardinfarkt

Lesezeit: 3 Minuten

Fehlende Geschenke und überfüllte Kaufhäuser, beruflicher Stress und die Erwartungen der Familie: Ruhig und besinnlich ist die Weihnachtszeit zumeist nicht. Dass weihnachtlicher Stress sogar zu ernsthaften Erkrankungen wie einem Herzinfarkt führen kann, hat jetzt die DAK festgestellt.

Mehr Herzinfarkte an Heiligabend

Die Krankenkasse kam im Rahmen einer Untersuchung zum Ergebnis, dass an Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen rund ein Drittel mehr Personen mit der Diagnose Herzinfarkt eingeliefert werden als im Jahresschnitt. Für ihre Studie verglich die Krankenkasse die Krankenhausdaten ihrer Mitglieder aus den Jahren 2009 bis 2012. Den Daten zufolge waren sowohl an Heiligabend als auch am ersten Weihnachtsfeiertag jeweils rund 40 Klinikeinweisungen wegen eines Herzinfarkts zu verzeichnen. Damit liegt die Zahl der Herzinfarkte deutlich über dem Jahresschnitt, der nach Angabe der DAK bei 30 Einweisungen pro Tag liegt. Vor allem Männer scheinen von diesem Phänomen betroffen zu sein: Am Heiligabend liegt der Anteil männlicher Versicherter mit der Diagnose Herzinfarkt bei mehr als 60 Prozent.

Die häufigste Infarktursache: Stress

Stress ist nach Ansicht der DAK die Hauptursache für das vermehrte Auftreten von Herzinfarkten an den Weihnachtstagen. Geschenke einkaufen, den Tannenbaum dekorieren, die Erwartungen von Freunden und Familie erfüllen, und auch am Arbeitsplatz stehen häufig noch Aufgaben an, die bis zum Jahresende erledigt werden müssen – das alles setze viele in der Zeit vor und an Weihnachten unter Druck. Nach Meinung der Krankenkasse müssen jedoch auch weitere Risikofaktoren für Herzprobleme, wie beispielsweise Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen oder Übergewicht, beachtet werden. Der Verzicht auf Zigaretten und Alkohol, eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und ausreichende Bewegung seien der beste Schutz vor Herzproblemen.

Widerspruch zu früheren Studien

Obwohl Stress schon seit langem als wesentlicher Auslöser eines Herzinfarktes gilt, widerspricht die Untersuchung der DAK den Ergebnissen früherer Studien. So kam die Gesellschaft für Kardiologie nach Auswertung der Daten von rund 36000 Herzinfarkten im Jahr 2007 zu einem überraschenden Ergebnis: Die Herzinfarktquote war an den Weihnachtstagen um 10 Prozent niedriger als während des restlichen Jahres, und schon an den drei Tagen vor Heiligabend zeichnete sich eine Verringerung der Herzinfarkthäufigkeit ab. Damals kam die Gesellschaft für Kardiologie zu dem Schluss, dass tages- und jahreszeitliche Schwankungen der Infarkthäufigkeit durch Veränderungen im vegetativen Nervensystem zu erklären sind.

Ergänzungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

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