Forschung & Studien
Chronisches Erschöpfungssyndrom durch Retrovirus verursacht?

Chronisches Erschöpfungssyndrom

Chronisches Erschöpfungssyndrom (Foto: Iakov Filimonov | Shutterstock)

Bisher tappte man im Dunkeln, was die Ursachen des chronischen Erschöpfungssyndroms (CFS) anging. Doch jetzt sind amerikanische Forscher der Lösung des Rätsels ein Stück näher gekommen.

CFS-Betroffene sind häufig Virusträger

Untersuchungen an CFS-Betroffenen haben einen Zusammenhang zwischen der Infektion mit einem Retrovirus (XMRV) und dem Erschöpfungssyndrom ergeben.

Sind bei einem repräsentativen Bevölkerungsschnitt nur knapp 4 Prozent der Menschen XMRV positiv, waren in der untersuchten Patientengruppe mit chronischem Erschöpfungssyndrom mehr als zwei Drittel mit dem Virus infiziert.

Unklar ist allerdings noch, in welcher Richtung der Kausalzusammenhang besteht. Verursacht das XMRV-Virus das Erschöpfungssyndrom oder erleichtert das Vorliegen dieser Erkrankung nur eine Infektion mit XMRV.

XMRV Virus

Das XMRV Virus steht in Verdacht, an der Entstehung verschiedener Krebsarten wie z.B. Prostatakrebs beteiligt zu sein.

Chronisches Erschöpfungssyndrom

Das chronische Erschöpfungssyndrom ist eine chronische Erkrankung, die in ihrem Verlauf häufig zur Behinderung führt. Charakteristisch ist vor allem eine voranschreitende geistige und körperliche Erschöpfbarkeit. Häufig treten begleitende Symptome wie Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, nicht erholsamer Schlaf, Empfindlichkeiten der Lymphknoten auf.

Alternative Bezeichnung:

Für das chronische Erschöpfungssyndrom werden viele Bezeichnungen verwendet:

  • Chronic Fatigue Syndrome (CFS)
  • Myalgische Enzephalomyelitis (ME)
  • Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)
  • Low Natural Killer Cell Syndrome (LNKS)
  • Chronic Fatigue Immune Dysfunction Syndrome (CFIDS)
  • Myalgische Enzephalopathie (ME)
  • Benign Myalgic Encephalomyelitis (ME)

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