Symptome und Anzeichen eines Mangels an Zink
Zinkmangel

Zinkmangel hat vielfältige Auswirkungen auf den menschlichen Organismus

Zinkmangel hat vielfältige Auswirkungen auf den menschlichen Organismus (Foto: Photographee.eu | Shutterstock)

Eine ausreichende Zufuhr an Zink ist für den Körper von großer Bedeutung, denn Zink spielt eine wichtige Rolle für den gesamten Stoffwechsel und das Immunsystem des Menschen. Für starke Abwehrkräfte, hohe Leistungsfähigkeit und bessere Regeneration ist eine ausreichende Aufnahme von Zink daher sehr wichtig. Der durchschnittliche Zinkbedarf bei einem gesunden Erwachsenen beträgt laut WHO etwa 15 mg pro Tag.

Zinkmangel Symptome

Die typischen Symptome eines Mangels an Zink
Stimmungsschwankungen
Müdigkeit
Schwäche
Antriebslosigkeit
Konzentrationsmangel
schnelle Erschöpfbarkeit
Depressionen
Wundheilungsstörungen
trockene Haut
Schuppenbildung
Rötung der Haut
Ausschlag
Ekzeme
Hautpilz
Haarausfall
brüchige Nägel
fleckige Nägel
Potenzstörungen
nachlassender Sexualtrieb
Unfruchtbarkeit
hohe Blutzuckerwerte
Wachstumsstörungen
Infektanfälligkeit
Geschwüre im Mund- und Rachenraum
Geruchsstörungen
Geschmacksstörungen
Sehstörungen
trockene Augen
Verstopfung
Lippenherpes
Blutarmut
Magenentzündungen
Darmentzündungen
Durchfall
Nachtblindheit
Lernstörungen

Lebensmittel mit Zinkgehalt

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Wird über längere Zeit nicht genug Zink über die Nahrung aufgenommen, können folgende Symptome auftreten:

Allgemeine Auswirkungen

Der Zinkmangel kann das allgemeine Wohlbefinden der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Es kommt dabei häufig zu ungeklärten Stimmungsschwankungen, starkem Konzentrationsverlust, längeren Erschöpfungszuständen oder Depressionen.

Auswirkungen auf die Haut, die Haare und die Nägel

Schwere Folgen kann der Zinkmangel für die Haut, die Haaren und die Nägel bedeuten. Oft kommt es zu Störungen der Wundheilung an der Hautoberfläche.

Nicht selten treten Entzündungen an der Haut auf – die sogenannte Zinkmangeldermatitis. Diese kann sich durch Hautrötungen oder Pusteln äußern. Besonders betroffen sind dabei die Hautregionen im Gesicht, an den Fingern, im Anal- und im Genitalbereich.

Möglich ist außerdem das Auftreten von Ekzemen, Akne oder von wiederkehrenden Hautpilzen.

In leichteren Fällen von Zinkmangel kann es zu trockener oder schuppiger Haut, brüchigen oder dünnen Haaren – in Einzellfällen mit Haarausfall – oder zu brüchigen Nägeln kommen. Das Auftreten von weißen Flecke an den Nägeln ist ebenfalls typisch.

Auswirkungen auf den Hormonhaushalt

Durch die Beeinträchtigung des Stoffwechsels wird auch der Hormonhaushalt durch den Zinkmangel gestört. Dies führt häufig zu Potenzstörungen bei Männern oder Libidominderung bei Frauen. Bei einem schwereren Verlauf kann es zu Unfruchtbarkeit (sowohl bei den Männern wie auch bei den Frauen) kommen.

Bei Mangelerscheinungen in jungen Jahren treten häufig Wachstumsstörungen auf, die im erwachsenen Alter nicht mehr – oder nur sehr schwer – behoben werden können.

Die Störung des Hormonhaushalts kann im Weiteren negative Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel haben und somit eine Diabetesdiagnose verursachen.

Auswirkungen auf das Immunsystem

Der Zinkmangel bewirkt eine allgemeine Schwächung des Immunsystems. Dies kann sich auf unterschiedliche Weise äußern. Typisch für das geschwächte Immunsystem sind vor allem häufig auftretende Erkältungen, erhöhte Infektanfälligkeit wie auch die langsame Heilung der bestehenden Infektionen.

Auswirkungen auf die Sinnesorgane

Bei einem langen und nachhaltigen Zinkmangel können auch die Sinnesorgane beeinträchtigt werden. Insbesondere kann es dabei zu Sehstörungen – wie der plötzlich auftretenden Nachtblindheit – kommen. Möglich sind ebenfalls Geruchs- und Geschmacksstörungen.

In den allermeisten Fällen treten bei einer Mangelerscheinung mehrere Symptome zur gleichen Zeit auf. Bei fortschreitendem Zinkmangel können sich die Auswirkungen – vor allem gegenseitig – verstärken. Welche Bereiche dabei besonders anfällig sind, kann sich von Fall zu Fall unterscheiden.

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

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