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Hautkrebs (Melanom) ▷ ABCDE-Regel, Ursachen & Arten

Hautkrebs: Vorsorge lohnt sich

Hautkrebs: Vorsorge lohnt sich (Foto: dean bertoncelj | Shutterstock)

≡ Inhaltsverzeichnis

Welche Hautflecken verdächtig sind, was die ABCDE-Regel aussagt, welche Arten von Hautkrebs es gibt und wie man vorsorgen kann.

ICD-10: C43 Bösartiges Melanom der Haut, C44 Sonstige bösartige Neubildungen der Haut

Ärztliche Anlaufstellen: Hautarzt (Dermatologe)

Was ist Hautkrebs?

Hautkrebs ist eine Krebserkrankung der menschlichen Haut. Es gibt verschiedene Arten von Hautkrebs, von denen der sogenannte „schwarze Hautkrebs“ (med. Melanom) der aggressivste ist. Er bildet Metastasen und ist potentiell tödlich. In weiteren Teilen der Bevölkerung wird mit dem Begriff „Hautkrebs“ das Melanom assoziiert.

Hautkrebs Symptome: Die Haut ist unser größtes Organ und bedarf ganz besonderer Aufmerksamkeit. So können durch Selbstuntersuchung und Früherkennung oft bösartige Hautveränderungen anhand ihrer typischen Symptome bereits im Anfangsstadium wirkungsvoll behandelt werden. Besonderes Augenmerk sollte bei der regelmäßigen Selbstuntersuchung auf die Kopfhaut, alle einsehbaren Schleimhäute und die Fußsohlen sowie Zehenzwischenräume gerichtet werden.

Hautkrebs erkennen: Die Symptome

Eine Hilfe bei der Untersuchung ist die ABCDE-Regel. Hierbei werden die Hautveränderungen auf die typischen Symptome des Hauskrebses: Asymmetrie, Beschaffenheit, Farbe und Durchmesser untersucht. Sind Hautanomalien unscharf begrenzt, oder aber auch uneben, farblich verändert, größer als 5 mm oder verändern sie sich so sollte in jedem Falle ein Hautarzt zu Rate gezogen werden. Besondere Vorsicht ist bei blutenden Muttermalen oder Leberflecken geboten.

Die ABCDE-Regel für Hautkrebs

Die ABCDE-Regel für Hautkrebs (Abbildung: John T Takai | Shutterstock)

Darüber hinaus sollte es niemand versäumen, selbst auf die Anzeichen zu achten, die auf einen Hautkrebs hindeuten können. Hier gilt die sogenannte ABCDE Regel:

  • A steht für Asymmetrie: Hat ein Fleck eine asymmetrische Form, ist besondere Vorsicht geboten.
  • B steht für Begrenzung: Ein unscharfer Rand ist ein deutliches Alarmzeichen.
  • C steht für Colour (Farbe): Eine ungewöhnliche oder unregelmäßige Färbung kann auf Hautkrebs hindeuten.
  • D steht für Durchmesser: Ein großer Fleck, der plötzlich entstanden ist und weiter wächst, muss dringend abgeklärt werden.
  • E steht für Erhabenheit: Hebt sich der Hautfleck von der Umgebung ab, kann dies ein Hinweis auf ein Basaliom oder ein Spinaliom sein.

Treffen zwei oder mehr Kriterien auf einen Hautfleck zu, wird allgemein zur vorsorglichen Entfernung geraten.

Mit anderen Worten:

Nicht zufrieden mit den Infos? Ein anderer Autor hat nochmal alles Wichtige zum Thema für Dich zusammengefasst:

Hautkrebs ist eine der Krebserkrankungen, deren Häufigkeit in unseren westlichen Zivilisationen stark zunimmt. Häufig entsteht Hautkrebs aus gutartigen Vorstufen, so dass sich eine regelmäßige Vorsorge lohnt.

Doch wie erkennt man Hautkrebs? Was sind die typischen Anzeichen und wie lässt sich Hautkrebs von harmlosen Leberflecken (Pigmentnävus) unterscheiden?

Hautkrebs zuverlässig zu erkennen, ist keine Aufgabe, die ein medizinischer Laie bewältigen kann. Es sind nicht immer nur die auffälligen Hautflecken, die eine Verdachtsdiagnose rechtfertigen.

Hautkrebsvorsorge

Wer auf „Nummer Sicher“ gehen will, geht regelmäßig zum Hautarzt und lässt eine Vorsorgeuntersuchung durchführen. Dabei kontrolliert der Hautarzt die komplette Haut des Patienten und prüft auffällige Flecken mit einem Auflichtmikroskop. Dabei können Hautveränderungen auch fotografiert werden, um sie bei der nächsten Kontrolle auf Veränderungen zu prüfen.

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen eine Hautkrebsvorsorge beim Hausarzt ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre. Entdeckt der Hausarzt auffällige Hautveränderungen, wird er i.d.R. zum Hautarzt überweisen. Wer gleich eine Untersuchung beim Hautarzt möchte, muss diese selbst bezahlen, wenn er nicht privat versichert ist. Die Kosten bewegen sich aber mit 50-80 Euro meist im verträglichen Rahmen für eine so wichtige Vorsorgeuntersuchung. Manche Krankenkassen habe auch spezielle Aktionen für ihre Patienten, in deren Rahmen sie kostenlose Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen anbieten.

Selbstkontrolle

Zusätzlich zu den Vorsorgeuntersuchungen sollte man seine Haut regelmäßig selbst kontrollieren. Verdächtig sind inbesondere Flecken, die größer werden, ihre Farbe oder Form verändern, schmerzen, bluten oder nässen.

ABCDE-Regel

Bild: Nach ABCDE-Regel verdächtige Hautveränderung, die im Rahmen der Hautkrebsvorsorge erkannt und entfernt wurde

Bild: Nach ABCDE-Regel verdächtige Hautveränderung, die im Rahmen der Hautkrebsvorsorge erkannt und entfernt wurde

Für den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) gibt es mit der ABCDE-Regel eine einfache Richtschnur für Selbstuntersuchungen. Die Buchstaben stehen für Merkmale einer Hautveränderung, die sie verdächtig machen:

  • A – asymmetrisch, also Flecken, die nicht rund oder oval sind
  • B – Begrenzung – verdächtig sind Flecken ohne scharfe Begrenzung, die am Rand ausgefranzt oder diffus sind
  • C – Color (Farbe) – unterschiedliche Farben in einem Fleck (z.B. schwarz, braun) sind immer verdächtig
  • D – Durchmesser – alles größer als 0,5cm gilt als verdächtig
  • E – erhaben & Entwicklung – ist der Fleck nicht flach oder wächst er, sollte er genau untersucht werden

Wenn zwei dieser Merkmal zutreffen, wird man den Fleck meist vorsorglich entfernen.

Entfernung von Hautflecken

Hat sich eine Hautveränderung bei der ärztlichen Untersuchung als verdächtig herausgestellt, wird man sie entfernen. Das geschieht unter lokaler Anästhesie und verursacht i.d.R. keine Schmerzen. Man wird dann am Folgetag einen Verbandswechsel durchführen und nach ca. 10 Tagen die Fäden ziehen.

Das entfernte Gewebe wird histologisch untersucht.

Hautkrebs Vorsorge

Die Untersuchung durch einen Facharzt empfiehlt sich jedoch nicht nur bei Risikopatienten. Die Kosten für die Vorsorge und Früherkennungsmaßnahmen werden in den meisten Fällen von den Krankenkassen ab dem 35. Lebensjahr, alle 2 Jahre, getragen. Bei Frauen bereits ab dem 30. Lebensjahr. Dies variiert jedoch bei den Krankenkassen. So kann der Dermatologe durch das Hautkrebsscreening und die Dermoskopie Hautanomalien eingehend untersuchen und analysieren ob diese bösartig ist und entfernt werden sollten. Mit Hilfe eines Computersystems können Muttermale und Leberflecken über einen längeren Zeitraum beobachtet, und so Veränderungen schnell erkannt werden. Diese Zusatzleistung muss jedoch von den Patienten bezahlt werden. Sämtliche Hautveränderungen können zudem ein Anzeichen für nicht bekannte, innere Krebsleiden sein.

Außerdem sollte intensive UV-Strahlung (Mittagssonne, Solarium) gemieden werden. Ein kompletter Sonnenverzicht ist allerdings nicht sinnvoll. Die durch Lichtmangel entstehenden Schäden sind aktuellen Studien folge weitaus größer als das Hautkrebsrisiko.

Hautkrebs gehört zu den Krebserkrankungen, die in den letzten Jahrzehnten rasant zugenommen haben. Allein in den letzten zwanzig Jahren hat sich die Erkrankungshäufigkeit hierzulande mehr als verdoppelt. Rund 2.500 Menschen sterben in Deutschland jährlich an den Folgen des Hautkrebses.

Hautkrebs: Vorsorge kann leben retten

Dermatologen sind sich einig: Eine regelmäßige Vorsorge lohnt sich. Die meisten Hautärzte empfehlen, die Untersuchung einmal jährlich durchführen zu lassen.

Die Krankenkassen zahlen die Untersuchung allerdings erst ab dem 35. Lebensjahr und nur alle zwei Jahren. Wer früher bzw. öfter untersucht werden will, muss das i.d.R. aus eigener Tasche bezahlen. Eine Ausnahme sind spezielle Vorsorgeaktionen, die einige Krankenkassen ihren Versicherten auch außerhalb der gesetzlichen Pflicht kostenfrei anbieten.

Vorsorgeuntersuchung ist nicht gleich Vorsorgeuntersuchung

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur eine einfache Sichtprüfung. Diese wird sowohl von Hautärzten als auch von vielen Hausärzten angeboten, die in speziellen Schulungen auf diese Untersuchung vorbereitet wurden. Werden verdächtige Hautveränderungen gefunden, sollte in jedem Fall die Überweisung zum Hautarzt erfolgen.

Dermatologen empfehlen aber eine Untersuchung mittels Auflichtmikroskop und Fotodokumentation. So ist es möglich, die Beschaffenheit verdächtiger Hautveränderungen genauer zu untersuchen und Veränderungen von Untersuchung zu Untersuchung zu dokumentieren.

Selbstuntersuchung

Zusätzlich zur ärztlichen Vorsorge sollte man sich regelmäßig selbst auf verdächtige Hautveränderungen untersuchen bzw. den Partner darum bitte.

Hautkrebs – verschiedene Arten

Hautkrebs - Wissen um die Symptome kann Leben retten

Hautkrebs – Wissen um die Symptome kann Leben retten (Foto: dean bertoncelj | Shutterstock)

Beim Hautkrebs werden verschiedene Krebsarten unterschieden. Am bekanntesten und gefährlichsten ist der schwarze Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt.

Ein wenig unbekannter jedoch nicht weniger gefährlich, ist der weiße Hautkrebs, der sich in unterschiedliche Krebsarten unterteilt. Dieser tritt häufig bei älteren Menschen auf. Bei einer frühen Erkennung und Behandlung liegen die Heilungschancen des Hautkrebses bei 95%. Besonders wichtig ist die Nachsorge. Regelmäßige Untersuchungen sind von größter Wichtigkeit. So sollte nicht nur die Haut sondern auch Lymphknoten und umliegendes Gewebe beobachtet werden. Die Behandlung erstreckt sich meist über einen längeren Zeitraum. Erster Schritt ist hierbei oft die operative Entfernung der bösartigen Hautveränderung bis weit ins gesunde Gewebe. Zusätzlich, sowie in einigen Stadien versprechen Cremebehandlungen, Bestrahlungen und Chemotherapien gute Heilungschancen. Unterstützend wirken Immuntherapien zur Stärkung der Abwehrkräfte. Häufig kommen Interferone, die körpereigenen Abwehrstoffe, zum Einsatz. Diese beeinflussen das Wachstum beziehungsweise die Teilung und Vermehrung der Krebszellen.

Hautkrebs Symptome früh sichtbar

Hautkrebs gehört zu den Krebserkrankungen, dessen Symptome mit der ABCD-Formel auch für Laien leicht erkennbar sind. Auffällige Hautflecken sollten immer einer ärztlichen Untersuchung zugeführt werden. Eine frühe Erkennung ermöglicht eine effektive Behandlung des Hautkrebses.

Ursachen

Intensive Sonnenbäder und Solarienbesuche gelten als Hauptursache für die Entstehung von Hautkrebs. Es treten aber immer wieder Fälle auf, wo sich die erkrankten Personen überhaut nicht oder nur sehr wenig in der Sonne aufgehalten haben. Aus diesem Grunde müssen auch andere Faktoren wie zum Beispiel eine erbliche Vorbelastung, in Betracht gezogen werden.

Behandlung

Melanom Killer – Mit Antikörper gegen Hautkrebs


Redaktionsleitung


Sebastian () arbeitet seit Jahren für verschiedene Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in Projekten zur Krebsforschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.

Patientenerfahrungen

Haben sie Angst vor Hautkrebs?

Untersuchen Sie sich regelmäßig selbst? Gehen Sie zur Hautkrebsvorsorge? Wurden bei Ihnen schon vorsorglich Hautflecken entfernt?

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Kommentare:
  • Idako

    Ich bekam ganz plötzlich einen Pickel auf der Nase, dachte zuerst es kommt von der neuen Brille. Aber als er dann nicht weg ging, keine Eiter und kein Talg raus kam obwohl er rot entzündet war, ging ich zum Arzt und wollte ihn wegschneiden lassen. Er schaute genau unter der Brille raus und wurde schnell immer größer. Beim Arzt bekam ich wegen Feiertagen nicht gleich einen Termin. Als er dann endlich weggeschnitten wurde, wuchs er sofort wieder nach, heilte nicht ab und stellte sich als Spinaliom raus. Endlich nach 4 Wochen habe ich einen neuen Termin wobei alles entfernt werden soll, wie tief der Krebs auch sitzt. Ich hoffe ich werde nicht völlig entstellt. Er ist in den 4 Wochen sehr gewachsen.

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