Ab wann bin ich übergewichtig?
BMI | Klassifikation |
---|---|
< 16 | starkes Untergewicht |
16 - 17 | mäßiges Untergewicht |
17 - 18,5 | leichtes Untergewicht |
18,5 - 25 | Normalgewicht |
25 - 30 | Präadipositas (Übergewicht) |
30 - 35 | Adipositas Grad I |
35 - 40 | Adipositas Grad II |
> 40 | Adipositas Grad III |
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Body Mass Index (BMI): Wie man ihn berechnet, was er aussagt und wo seine Grenzen liegen. Alles was man unbedingt über den BMI wissen muss.
Die Formel zur Berechnung des Body Mass Index
Der Body Mass Index wird wie folgt berechnet:
BMI = Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Meter zum Quadrat.
Beispiel:
bei 164 cm (= 1,64 m) Körpergröße und einem Gewicht von 58 kg:
58 : 1,64 x 1,64 = 21,5
Die WHO klassifiziert einen BMI zwischen 18,5 und 25 als Normalgewicht. Der BMI ist jedoch nur eine grobe Richtlinie, da bei der Berechnung weder die Statur noch die Zusammensetzung des Körpers aus Fett- und Muskelgewebe berücksichtigt wird.
BMI – Was ist normal?
Bei einem BMI unter 16 besteht behandlungsbedürftiges Untergewicht. Zwischen 16 und 18,5 liegt ein mäßiges bis leichtes Untergewicht vor. Ein BMI zwischen 25 und 30 bezeichnet bereits eine Präadipositas, also ein leichtes bis mäßiges Übergewicht, während man bei einem BMI zwischen 30 und 35 bereits von einer Adipositas Typ I ausgeht, welche bei einem BMI über 35 in den Typ II und bei einem BMI über 40 in den Typ III übergeht.
Für einen aussagekräftigeren BMI werden Erwachsene nach Geschlecht und in Altersgruppen unterteilt. Männer haben in der Regel mehr Muskelmasse, welche mehr wiegt als normales Körper- oder Fettgewebe. Deshalb wird bei Männern generell eine etwas höhere Unter- und Obergrenze als bei Frauen zur Klassifizierung angesetzt.
Mit zunehmendem Alter wird der BMI für die Klassifizierung von Unter-, Normal- und Übergewicht heraufgesetzt. Während bei einem Zwanzigjährigen nur ein BMI bis 24 als Normalgewicht gilt, bedeutet ein BMI bis 28 in der Altersgruppe der Sechzigjährigen als normalgewichtig.
Die Grenzen des Body Mass Index
Der BMI-Wert sagt nichts darüber aus, ob ein Erwachsener gemäß seinem berechneten BMI einen überproportionalen Fett- oder Muskelanteil aufweist. Ein Erwachsener mit Übergewicht kann aus diesem Grund auf den gleichen BMI wie ein Bodybuilder mit einem großen Muskelmasseanteil kommen. Der BMI-Wert ist deshalb nur begrenzt interpretierbar und erhält eine höhere Aussagekraft, wenn bei der Beurteilung zusätzlich die Werte aus der Körperfettmessung mit berücksichtigt werden.
Verhältnis zwischen Bauchumfang und Körpergröße
Einen genaueren Aufschluss zum Normal- oder Übergewicht gibt das Verhältnis des Bauchumfanges zur Körpergröße, da hierbei auch der Anteil des schädlichen Bauchfettes berücksichtigt wird.
Wer hat den BMI erfunden?
Der BMI-Index wurde bereits im 19. Jahrhundert vom belgischen Mathematiker Adolphe Quételet entwickelt, aber erst seit 1972 von Behörden und Institutionen angewandt. Der BMI-Wert fasst das Verhältnis von Körpergröße und Gewicht in einer Kennziffer zusammen. Aus diesem Grund ist der Wert für Forschungszwecke gut geeignet. Zur Bestimmung, ob eine bestimmte Person normal- oder übergewichtig ist, ist diese Kennziffer weniger geeignet, sie dient lediglich als Anhaltspunkt.
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