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Symptome, Behandlung und Maßnahmen
Haustierallergie

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
Haustierallergie

Haustierallergie – wenn die Mieze zur Qual wird (Foto: Tiplyashina Evgeniya | Shutterstock)

Wie sich eine Haustierallergie bemerkbar macht, wie sie entsteht und was man dagegen unternehmen kann.

ICD-10: J30.3 Sonstige allergische Rhinopathie

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Allergologe

Lesezeit: 3 Minuten

Was ist eine Haustierallergie?

Viele Menschen leiden unter der sogenannten „Haustierallergie“ und reagieren allergisch bei Kontakt mit Haustieren. Menschen, die an Heuschnupfen leiden, sind besonders betroffen. Dabei treten die Beschwerden jedoch nicht – wie häufig fälschlich behauptet – durch die Berührung von Tierhaaren auf, sondern das Immunsystem löst eine Abwehrreaktion gegenüber Eiweißen von Haustieren, die durch Hautschuppen, Haare, Speichel, Urin oder Kot des Tieres verursacht werden, aus. Diese Allergene werden über die Atemwege aufgenommen und gelangen so in den menschlichen Körper.

Symptome

Am häufigsten sind Hunde, Katzen, Meerschweinchen sowie Kaninchen und Hamster der Auslöser. Auch Pferde und in seltenen Fällen Vögel können Krankheitszeichen hervorrufen. Zu den typischen Symptomen zählen neben Niesattacken, laufender Nase sowie brennenden und entzündeten Augen in schwerwiegenden Fällen auch Asthma-Anfälle und juckende Hautausschläge. Im schlimmsten Fall kann es zu einem allergischen Schockzustand kommen.

Maßnahmen

Vorbeugend sollte nach jedem Tierkontakt eine gründliche Händedesinfektion durchgeführt werden. Daneben sollten Gegenstände (z.B. Spielzeug), mit denen das Tier in Berührung kam, gereinigt werden. Oft bleibt den Betroffen jedoch nur, sich vom Haustier zu trennen. Ebenfalls sollte darauf geachtet werden, dass auf Gegenstände, die aus Tierhaaren angefertigt wurden, wie Mäntel oder Teppiche verzichtet wird.

Behandlung

Bei Auftreten einer allergischen Reaktion können Medikamente, wie Augen- oder Nasentropfen sowie Antihistaminika verabreicht werden. In besonders schweren Fällen raten Allergologen zu einer Hyposensibilisierung. Hierbei wird über einen längeren Zeitraum dem Körper das Allergen mit steigender Dosis in regelmäßigen Abständen zugeführt. Schlägt die Therapie an, so hat sich der Körper nach ca. 3 Jahren an das Allergen gewöhnt und die Allergie tritt nur noch geschwächt oder gar nicht mehr auf.


Medizinjournalist


Sebastian () arbeitet seit Jahren für medizinische Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in BOINC-Projekten zur Krebsforschung. Sebastian ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.

Patientenerfahrungen

Hast Du den Verdacht, dass Du unter einer Haustierallergie leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über die Erkrankung, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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