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Warum Zecken so gefährlich sind und wie man sich schützen kann

Zecke

Zecke (Foto: Aksenova Natalya | Shutterstock)

Nach einem harten Winter sind vergleichsweise wenig Zecken zu erwarten, sollte man meinen. Ein gefährlicher Irrglaube! Gerade die geschlossene Schneedecke hat es den kleinen Blutsaugern erleichtert, zu überwintern. Gesundheitsexperten rechnen mit einer regelrechten Zeckenplage in diesem Jahr.

Doch was macht die kleinen Vampire so gefährlich? Schließlich saugen sie nur unbedeutende Mengen Blut und injizieren – wie Mücken – relativ harmlose Gerinnungshemmer in ihren Wirt.

Gefahr durch Zecken: FSME

Das Stichwort heißt FSME (Frühsommer-Enzephalitis) – ein Erreger, den immer mehr Zecken in sich tragen. Wird man von einer Zecke mit dem FSME-Virus infiziert, muss man innerhalb von 1-2 Wochen mit folgenden Symptomen rechnen:

  • grippeartige Kopf- und Gliederschmerzen
  • leichtes Fieber
  • Erbrechen

Leider bleibt es nicht immer bei dieser vergleichsweise harmlosen Symptomatik und es entwickelt sich eine handfeste Hirnhautentzündung (Meningitis) begleitet von:

Weitet sich die Infektion zu Gehirnentzündung aus, treten schwere neurologische Störungen auf:

  • Bewusstseinsstörungen
  • Lähmungen
  • psychische Veränderungen

Gegen FSME ist ein Impfschutz verfügbar.

Zecken-Gefahr Borreliose (Lyme-Krankheit)

Zecken können auch Borreliose , die sogenannte Lyme-Krankheit übertragen, deren Erstsymptome am ehesten an Grippe oder Arthritis erinnern. Unbehandelt kann die Borreliose die Nerven angreifen und damit schwere neurologische Symptome (brennende Schmerzen, Gefühlsstörungen, Lähmungserscheinungen) hervorrufen.

Borreliose ist mit Antibiotika therapierbar. Allerdings setzt eine erfolgreiche Behandlung ein schnelles Erkennen der Infektion und einen raschen Therapiebeginn voraus.

Was kann man tun, um sich vor Zecken zu schützen?

Wer in Wald und Wiesen unterwegs ist, sollte lange Kleidung tragen, die Arme und Beine verdeckt. Eine Kopfbedeckung bietet zusätzlichen Schutz. Nach dem Spaziergang sollte der Körper gründlich auf Zecken inspiziert werden.

Entdeckt man eine Zecke, die sich am Körper festgesaugt hat, entfernt man sie am besten mit einer Zeckenzange. Diese ist in Apotheken erhältlich. Von vermeintlichen „Geheimrezepten“ zur Zeckenentfernung ist eher abzuraten. Entzündet sich eine Zecken-Bißstelle oder treten Krankheitssymtome auf, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

In Osteuropa, Süddeutschland und Österreich ist die FSME-Gefahr durch Zecken besonders hoch. Bewohner dieser Regionen und Urlauber sollten sich bei ihrem Hausarzt über eine FSME-Impfung beraten lassen.

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