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Viruserkrankungen

Campylobacter

Nach medizinwissenschaftlichen Standards erstellt und geprüft. [Hinweise]
Campylobacter - Schematische Darstellung

Campylobacter – Schematische Darstellung (Abb.: Sebastian Kaulitzki | Shutterstock)

Mit welchen Symptomen sich eine Campylobacter-Infektion bemerkbar macht, wie sie behandelt wird und was man dabei unbedingt beachten sollte.

ICD-10: A04.5 Enteritis durch Campylobacter

Ärztliche Anlaufstellen: Hausarzt, Allgemeinmediziner, Kinderarzt

Lesezeit: 2 Minuten

Campylobacter-Infektionen sind ein Auslöser der sogenannten Magen-Darm-Grippe und treten weltweit und vor allem in warmen Jahreszeiten auf. Kinder bis zum 6. Lebensjahr sind besonders häufig betroffen. Übertragen werden die Bakterien durch Vögel und Säugetiere, Wild- und Haustiere sowie Geflügel, Milchrinder und Schweine. Besonders bei niedrigen Temperaturen können diese Bakterien einige Zeit überleben.

Es gibt mehr als 20 verschiedene Unterarten dieses Erregers. Zu den bekanntesten zählen Campylobacter jejuni, coli und lari.

Infektion

Durch die Nahrungsaufnahme gelangen Bakterien in den menschlichen Körper. Dabei sind rohes Hackfleisch (Tartar), nicht ausreichend erhitztes oder kontaminiertes Geflügelfleisch, nicht pasteurisierte Milch und nicht aufbereitetes Trinkwasser die Hauptinfektionsquellen. Auch an Durchfall erkrankte Hunde und Katzen können den Erreger weitergeben. Auch durch Baden in kontaminierten Oberflächengewässern kann eine Infektion erfolgen.

Symptome

Zum Krankheitsausbruch kommt es nach erfolgter Erregeraufnahme in der Regel innerhalb von zwei bis fünf Tagen. In der Regel beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber (38-40 °C), Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen und Schlappheitsgefühl. Als Begleiterscheinungen kommen Durchfälle und Bauchschmerzen hinzu. Nach fünf bis sieben Tagen klingen die Symptome zumeist wieder ab.

Behandlung

Um den Wasserverlust auszugleichen, ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Zusätzlich können Antibiotika (z.B. Erythromycin) verabreicht werden. So lange Erreger über den Stuhl ausgeschieden werden, besteht die Gefahr, dass andere Personen sich anstecken. Daher sollte stets auf gründliche Händereinigung und Desinfektion geachtet werden.

Patientenerfahrungen & Ergänzungen


Medizinjournalist


Bist Du an einer Campylobacter-Infektion erkrankt oder hattest Du auf andere Weise Kontakt mit dieser Erkrankung? Mit welchen Symptomen hat sie sich geäußert? Warst Du beim Arzt? Was hat der unternommen?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Lesern.

Kommentare:
  • Anonymous

    Mein mann lag auf intensivstation mit akutem nierenversagen weil er so viel ausgeschieden hat bis er leer war

  • Philip79

    Hallo ich bin auch erkrankt , meine Symptome : totale Erschöpfung , höherer Puls , Kopf und Glieder schmerzen und Wasser Stuhl . Sehr sehr unangenehm

  • WilmaFlintstone

    Aus Bali hatte ich mir eine schwere Campylobacter-Infektion mitgebracht. Verlauf: Zuerst hatte ich eine Blasenentzündung. Der lokale Arzt konnte mir jedoch keine Medikamente geben (weil sie keine hatten) und riet mir, viel zu trinken. Das morgens aufgemachte Mineralwasser schmeckte mittags komisch (entweder kippte das Wasser aufgrund der warmen Zimmertemperatur oder wurde mit Leitungswasser aufgefüllt). Am Abreisetag bekam ich enorme Koliken, die auf der Krankenstation des Flughafens mit Buscopan vorübergehend gelindert wurden. Auf dem Rückflug lag ich zwischen Küche und Sitzreihe apathisch und übergab mich nur noch. Zuhause bekam ich 21 mal am Tag blutige Durchfälle. Meine Ärztin überwies mich ans Bernhard-Nocht-Tropeninstitut Hamburg, wo ich auf die Quarantäne-Abteilung kam. Da die Untersuchungen nicht abgeschlossen waren und es mir so schlecht ging, gab man mir gleich Ciprobay als Breitbandantibiotikum. Es stellte sich heraus, dass das die richtige Entscheidung war. Denn ohne die schnelle Mediation hätte ich die Nacht nicht überlebt. Mein Dank gilt den Ärzten und dem Pflegepersonal.

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