Symptome - Was tun?
Gebärmutterkrebs

Blutungen und Unterbauchschmerzen gehören zur Symptomatik des Gebärmutterkrebses

Blutungen und Unterbauchschmerzen gehören zur Symptomatik des Gebärmutterkrebses (Foto: Image Point Fr | Shutterstock)

Gebärmutterkrebs (Synonyme: Uteruskarzinom, Korpuskarzinom, Endometriumkarzinom, Gebärmutterkörperkarzinom) ist eine bösartige (medizinisch: maligne) Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut (medizinisch: Endometrium). An Gebärmutterkrebs erkranken fast ausschließlich Frauen, die die Menopause durchschritten haben. Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 11.000 Frauen an einem Uteruskarzinom – damit ist der Gebärmutterkrebs die vierthäufigste Krebserkrankung der Frau.

Als Risikofaktoren für Gebärmutterkrebs gelten Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, Zyklusstörungen, Kinderlosigkeit und Hormonersatztherapien. Es bestehen auch erbliche Einflussfaktoren.

Gebärmutterkrebs Symptome

Lage der Gebärmutter im menschlichen Körper

Lage der Gebärmutter im menschlichen Körper (Foto: Nerthuz | Shutterstock)

Gebärmutterkrebs kann sich lange Zeit ohne jegliche Beschwerden entwickeln. Den Vorsorgeuntersuchungen kommt daher besondere Bedeutung zu.

Die typischen Anzeichen für ein Uteruskarzinom
Blutungen aus der Scheide außerhalb der Menstruation oder nach der Menopause
Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr
Schmierblutungen
eitriger Ausfluss
Unterbauchschmerzen
Rückenschmerzen
Beckenschmerzen
Appetitverlust
ungewollter Gewichtsverlust
Blut im Stuhl
Blut im Urin
Schmerzen beim Wasserlassen
Schmerzen beim Stuhlgang
geschwollene Beine
häufiger Harndrang
Bauchschmerzen
Blähbauch
chronische Müdigkeit
Abgeschlagenheit
verminderte Leistungsfähigkeit
Übelkeit
unregelmäßiger Stuhlgang

Unspezifische Symptome von Krebserkrankungen: Die allgemeinen Krebs Symptome haben wir in einem eigenen Artikel zusammengestellt.

Was tun?

Gebärmutterkrebs Stadien

Die Stadien des Gebärmutterkrebses (Abb. Blamb | Shutterstock)

Wer den Verdacht hat, unter Gebärmutterkrebs zu leiden, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Behandlung

Uteruskarzinome werden i.d.R. operativ entfernt. Dabei wird meist die komplette Gebärmutter, die Eierstöcke und Eileiter entfernt. In späten Stadien kommt zusätzliche die Strahlentherapie zum Einsatz. Der Einsatz von Chemotherapeutika ist ein relativ neuer Ansatz in der Behandlung des Gebärmutterkrebses.

Heilungschancen

Wird Gebärmutterkrebs früh entdeckt, sind die Heilungschancen sehr gut. Im ersten Stadium überleben rund 90 Prozent der Patientinnen die Erkrankung. Selbst im zweiten Stadium können noch über 80 Prozent der Betroffenen geheilt werden. Hat sich der Tumor allerdings schon über das Primärorgan (die Gebärmutter) hinaus ausgebreitet sinken – wie bei nahezu allen Krebserkrankungen – die Heilungschancen drastisch.

Frauen, die an Gebärmutterkrebs erkranken haben ein lebenslang erhöhtes Risiko für Brustkrebs.

Patientenerfahrungen?

Dipl.-W.Inf. Sebastian Fiebiger
Medizinjournalist

Hast Du den Verdacht, dass Du unter Gebärmutterkrebs leidest? Warum? Welche Symptome kannst Du an Dir beobachten? Warst Du schon beim Arzt? Beim Spezialisten? Welche Untersuchungen hat der veranlasst? Wie waren die Ergebnisse? Wirst Du bereits behandelt? Wie erfolgreich ist die Therapie? Hast Du Tipps oder Ratschläge für andere Betroffene? Weißt Du etwas über das Uteruskarzinom, das hier fehlt?

Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Betroffenen.

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